Ich mag das Gefühl von Neuanfang. Ein neues Jahr, ein neuer Monat, eine neue Woche. Wenn ich achtsam genug bin, manchmal sogar ein neuer Tag, ein neuer Moment. Damit hat der Januar so viel Potenzial und es wäre schade, den Fokus der damit kommt, auf irgendwelche beliebigen Vorsätze zu richten.

Dieses Jahr habe ich ein goldfarbenes Bulletjournal angefangen. Nicht, weil jetzt alles besser wird, sondern weil alles was schon ist und das was ich gestalten möchte einen ordentlichen Platz verdient.

Im Januar hatte ich zwei größere Ziele:

Das erste war, außer Lebensmitteln (inkl. Ausgehen) nichts zu kaufen. Den Blick zu richten, auf das was schon da ist und Dinge zu verwenden und aufzubrauchen. Von meinem Pile of Shame habe ich dadurch sieben Bücher fertig gelesen und Amazon hat keinen Cent an mir verdient.

Das zweite Ziel war täglich Yoga zu machen. Ich habe mich wie die Jahre zuvor für Yoga with Adriene auf YouTube entschieden. Dieser Monat war magisch, Adriene hat es noch mehr als die Jahre zuvor geschafft etwas in mir auszulösen. Das Yoga war plötzlich überhaupt nicht mehr Körperfixiert und ich konnte oft loslassen was mich früher blockiert hat. Das Leben kam etwas dazwischen, aber ich habe von 31 Tagen an insgesamt 29 Tagen Yoga gemacht.

Darüber hinaus habe ich noch ein paar andere Dinge versucht.

Unter anderem weniger Zeit auf Twitter und Instagram zu verbringen (Apps gelöscht), bei der Arbeit öfter vegetarische Mahlzeiten zu wählen und mehr Wasser zu trinken. Es ist ein schmaler Grat zwischen Lifestyle-Veränderungen, die zum Wohlbefinden und dessen Erhalt beitragen und Selbstoptimierung. Für mich ist es wichtig, dass letzteres keine Option mehr ist. Dinge die einzig meiner Produktivität dienen, können weg.